Pledoyer

Der Künstler Miro Niklewicz ist zwar in Polen geboren, lebt aber als Kosmopolit. Auf künstlerischem Gebiet ist er für jede Art von Erfahrungen offen, vorausgesetzt sie sind nicht erzwungen und in religiösen oder ideologischen Grenzen eingeengt bzw. aufgezwungen. Niklewicz nimmt in sich die ganze künstlerische Tradition von Malern wie Kokoschka und Chagall auf, sowie den deutschen Expressionismus im Allgemeinen, von dem er dessen Vorsätze übertrifft und die Grenzen überschreitet.
Über viele Jahre hat er einen eigenen Stil entwickelt. Er lässt sich keiner gängigen Richtung zuordnen. Das wichtigste Thema seiner Bilder ist der Mensch. Die Kunst muss frei sein, ohne Wenn und Aber, das ist Niklewiczs Maxime, die er auch auf das Leben der Menschen bezieht. Er entwickelt sich zu einem europäischen Künstler, der die Kunst als universelle Sprache der Völkergemeinschaft versteht.
Sozial und politisch aktiv, nimmt er an vielen Veranstaltungen teil. Im Zeitalter von Globalisierung und Neoliberalismus stellt er in seinen Werken besorgt die Frage „Quo vadis?“. Seine Arbeiten befinden sich im privaten und öffentlichen Besitz in Deutschland und im Ausland. Zurzeit lebt und arbeitet der Künstler in Hannover.

The artist Miro Niklewicz was born in Gdansk (Poland). 1988 he left Poland for political reasons. After years of travelling he now lives in Hannover, Germany. Niklewicz takes on the entire artistic tradition of painters such as Kokoschka and Chagall. Just as with German Expressionism in general: he goes beyond its intentions, transgressing the limits.
Over years he developed his own style. It is difficult to assign him to a common trend. Art must be free, no ifs and buts, this is Niklewicz’s maxim, which he also refers to life of humans. He is becoming a European artist who understands art as an universal language of international community.

Kunstgespräch

Für mich als Künstler sind die Fragen Wieso? und Warum? berechtigt. Aber um die Fragen zu beantworten, muss ich die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft berücksichtigen. Seit Generationen stellen wir uns diese Fragen: Woher kommen wir? Wo sind wir? Wohin gehen wir? In meinem Leben spielt und spielte die Bedeutung dieser drei Fragen eine sehr große Rolle. Die Kraft der Überzeugung, was ich tue, und der Glaube gehören unzertrennlich zusammen. Der Künstler als Botschafter des Friedens, als ein Darsteller, der im Bezug zur Vergangenheit mit Visionen für Morgen den heutigen Tag gestaltet.

Der wahrnimmt, was wahrgenommen werden muss. Der den Mut hat, zu sehen, was viele andere nicht sehen wollen.

(Arnold Schönberg)

Die Berufung des Geistes ist niemand imstande zu löschen. Das ist die wichtigste Gabe, die der liebe Gott den menschlichen Wesen gegeben hat. Also Kunst, volle Freiheit, ohne Wenn und Aber. Nur unter diesen Aspekten, unter diesem Motto, erscheint ein wahres Gesicht der Geschichte.

— Miro Niklewicz